Schulstufen

Unterstufe

Die Unterstufe umfasst die Klassen 1 - 5.

Das Klassenteam bleibt für diese Zeit möglichst bestehen.

In der Eingangsklasse werden durch eine umfassende Förderdiagnostik die Fähigkeiten und der Entwicklungsstand der Kinder ermittelt.

Therapeutische Maßnahmen und die Hilfsmittelversorgung können mit den entsprechenden Fachkräften (z. B. Krankengymnastinnen) festgelegt und angebahnt werden.

Intensive Kontakte zu Eltern oder anderen Bezugspersonen ergänzen die Informationen der Förderdiagnostik und sollten die Arbeit mit den Kindern unterstützen.

Der Unterricht findet im Sinne einer „Entwicklungsbegleitung“ im Klassenverband statt.

Dabei werden die Schüler ausgehend von ihren persönlichen Fähigkeiten in Gruppen- und/oder Einzelsituationen mit verschiedenen Lernangeboten und Fördermethoden in Anlehnung an die jeweiligen Lehr- bzw. Rahmenpläne unterrichtet.

Der Unterricht in der Unterstufe spricht das Kind in seiner Ganzheitlichkeit an, löst Freude am Lernen aus und beinhaltet Möglichkeiten zum selbstständigen Handeln.


Mittelstufe

In der Mittelstufe steht die Entwicklung realistischer, individueller schulischer Perspektiven im Vordergrund.

In den Unterrichtsfächern werden entsprechend der individuellen Lern- und Leistungsvoraussetzungen die Inhalte in Anlehnung an die jeweiligen Rahmen- und Lehrpläne gefestigt, erweitert und vertieft.

Das Zurücknehmen von Hilfen wird angestrebt, die Stärkung alters- bzw. entwicklungsgemäßer Eigenaktivität und Eigenverantwortung gefördert.

Die sonderpädagogische Erziehung und Förderung verknüpft lebenspraktische und fächerorientierte Inhalte mit der momentanen Lebenssituation der SchülerInnen und den Anforderungen im späteren Leben.

Wichtige Ziele sind daher:

  • Ausbau von sozialen Kompetenzen
  • Anstreben einer realistischen Selbsteinschätzung
  • Wahrnehmen eigener Grenzen und lernen, damit umzugehen
  • Wahrnehmen der körperlichen Veränderungen in der Pubertät

Zu Beginn des 2. Halbjahres des 10. Schulbesuchsjahres wird ein Elternsprechtag durchgeführt, auf dem die Eltern/Erziehungsberechtigten über die schulischen Perspektiven der einzelnen SchülerInnen unterrichtet und der Übergang in die Abschlussstufe/Werkstufe und deren inhaltlichen Schwerpunkte besprochen werden.


Abschlussstufe/Werkstufe

Die Abschlussstufe übernimmt alle Schüler/innen, für die letzten zwei Schuljahre. Ihr kommt die Aufgabe zu, die Schüler/innen auf ihr Leben als Erwachsene vorzubereiten.

Sie verwirklicht diesen Auftrag, indem sie

  • die Bildungsbemühungen der vorangegangenen Schuljahre fortsetzt und ergänzt. Je nach Zusammensetzung der Gruppe und den besonderen Erfordernissen der einzelnen Schüler/innen können die klassischen Schulfächer ebenso vorhanden sein wie kommunikative, sensomotorische und basale Entwicklungsangebote.
  • das Hineinwachsen der Jugendlichen in die Welt der Erwachsenen unterstützt und sie auf Lebenssituationen vorbereitet, in die sie als handelnde und erlebende Erwachsene gestellt sein werden.
  • durch das Angebot einer breit angelegten beruflichen Bildung auf die Arbeitswelt vorbereitet.

Die Schüler/innen der Abschlussstufe sollen entsprechend ihrer Gesamtpersönlichkeit und ihren individuellen Möglichkeiten befähigt werden,

  • sich in ihrem Leben selbst zu verwirklichen und Freude und Bestätigung zu empfinden
  • sich allmählich von der Familie zu lösen und in einer adäquaten Wohnform zu leben
  • freie Zeit zu gestalten
  • Arbeits- oder Beschäftigungsplatz zu finden
  • sich in der Öffentlichkeit ihres näheren Umfeldes zu bewegen
  • öffentliche Einrichtungen in Anspruch zu nehmen

Bei diesen Orientierungsprozessen kommt der Zusammenarbeit mit den Eltern eine besondere Bedeutung zu. Sie müssen unterstützt und ermutigt werden, ihre Kinder bei dieser Entwicklung zum Erwachsenen zu begleiten.

Die Inhalte, werden fächerübergreifend im Unterricht behandelt und haben lebenspraktischen Bezug. Grundsätzlich werden in der Abschlussstufe vermehrt außerschulische Lernorte aufgesucht.

Ein Schwerpunkt im Unterricht bildet die Projektarbeit. An mindestens einem, oft auch an zwei Tagen in der Woche werden vierstündige Projekte angeboten. Diese sind zum Beispiel: Holz, Keramik, Textiles Gestalten, Kerzenziehen und Hauswirtschaft.

Während ihrer Zeit in der Abschlussstufe sollen alle Schüler/innen ein mehrwöchiges Betriebspraktika in der freien Wirtschaft, im Berufsbildungswerk, in Werkstätten oder Tagesstätten durchführen.

Zu Beginn des letzten Schuljahres erhalten die Schüler/innen und ihre Eltern in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt eine umfassende Beratung über die Beschäftigungsmöglichkeiten nach der Schulzeit.