Informationstechnologie

Der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie im Unterricht an unserer Schule ermöglicht die Kompensation motorischer Behinderung, z.B. in Form behindertengerechter Schreib- und Lernhilfen (Computer mit speziellen Eingabehilfen und Spezialsoftware).

Mangelnde Körper-, Spiel- und Lernerfahrungen führen häufig zu Einschränkungen des räumlich-zeitlichen Vorstellungsvermögens. Der Einsatz von Simulationen am Computer kann im Unterricht dazu beitragen, Abläufe und Zusammenhänge zu visualisieren und somit vorstell- und begreifbar zu machen. Bereits im Bereich der Primarstufe können spielerisch aufbereitete Lernprogramme dazu beitragen, Spiel- und Lernsituationen zu schaffen, die sie normalerweise motorisch nicht bewältigen könnten (z.B. Puzzles, Legespiele, Dominos, Malen von Bildern etc.). Schriftspracherwerb und Lesefähigkeit werden zudem bei diesen Schülerinnen und Schülern oft nur über den Einsatz von Computern insbesondere mit Sprachausgabe möglich.

Auch zum basalen Funktionstraining für Schülerinnen und Schülern mit schwersten Mehrfachbehinderungen können Computerprogramme eingesetzt werden. Sie helfen beim Agieren, beim Wahrnehmen, beim Differenzieren, beim Erforschen von Wirkungszusammenhängen bei der Entwicklung des Selbstkonzeptes etc.

Der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien wird auch als Ausweitung der Teilhabe am Leben in der Informationsgesellschaft gesehen. In Bezug auf den zukünftigen Umgang mit Information sind vor allem eine gezielte Informationsbeschaffung, -selektion und -verarbeitung sowie eine verantwortungsbewusste Wissensnutzung zu nennen. Mit Hilfe moderner Multimedia-Computer im Unterricht können Schülerinnen und Schülern mit Körperbehinderung verschiedenste Informationsangebote (z.B. Bibliotheken, Museen usw.) nutzen. Via Internet können sie Informationen sammeln, besprechen und auswerten und somit auch einen Teil ihrer eingeschränkten Möglichkeiten zur Umwelterfahrung ausgleichen.

Außerdem bietet das Internet die Möglichkeit, gesellschaftlicher Isolation entgegenzuwirken, beispielsweise durch Aufbau und Pflege von e-mail-Kontakten, Nutzung von Kontakt- und Informationsbörsen. Im günstigen Fall entwickeln sich hieraus dann auch berufliche Perspektiven der Selbstverwirklichung und Selbstdarstellung (z.B. Homepage), die dem Menschen mit Körperbehinderungen eine zumindest in Teilbereichen selbstständige und selbstbestimmte Lebensweise ermöglichen.